{"id":1905,"date":"2026-04-25T09:11:55","date_gmt":"2026-04-25T07:11:55","guid":{"rendered":"https:\/\/neues-mitteldeutschland.de\/?p=1905"},"modified":"2026-04-25T09:11:55","modified_gmt":"2026-04-25T07:11:55","slug":"ab-schuljahr-2026-27-fuenf-leipziger-schulen-sollen-neue-namen-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neues-mitteldeutschland.de\/index.php\/2026\/04\/25\/ab-schuljahr-2026-27-fuenf-leipziger-schulen-sollen-neue-namen-erhalten\/","title":{"rendered":"Ab Schuljahr 2026\/27: F\u00fcnf Leipziger Schulen sollen neue Namen erhalten"},"content":{"rendered":"<p>Ab Schuljahr 2026\/27: F\u00fcnf Leipziger Schulen sollen neue Namen erhalten<\/p>\n<p>Drei engagierte Leipzigerinnen, ein Musikp\u00e4dagoge und der Agra-Park sollen Namenspaten f\u00fcr f\u00fcnf Leipziger Schulen werden: Zum kommenden Schuljahr streben die Standorte jeweils eine Umbenennung an, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Eltern und Schultr\u00e4ger haben sich in den vergangenen Monaten umfassend in die Namensfindung eingebracht. Der<a class=\"link-body\" href=\"https:\/\/www.leipzig.de\/rathaus\/stadtrat\"> Stadtrat <\/a>entscheidet abschlie\u00dfend dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Die 8. Schule im Stadtteil D\u00f6litz-D\u00f6sen, will k\u00fcnftig den Namen <strong>\u201eSchule am Agra-Park \u2013 Grundschule der Stadt Leipzig\u201c<\/strong> tragen. Mit dieser Namenswahl soll die Verwurzelung im Stadtteil und die Bindung an diesen Erholungsort sichtbar werden. Der Park ist schon jetzt ein fester Bestandteil der Lebenswelt der Kinder \u2013 ob auf dem Schulweg, bei Ausfl\u00fcgen oder als au\u00dferschulischer Lernort. Der Name steht f\u00fcr die p\u00e4dagogische Version, nachhaltiges, naturverbundenes und lokal orientiertes Lernen zu fokussieren.<\/p>\n<p>Die 46. Schule in Neulindenau ist eine gro\u00dfe Grundschule mit \u00fcber 400 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, darunter knapp die H\u00e4lfte mit Migrationshintergrund. Sie soll ab dem neuen Schuljahr den Namen <strong>\u201eK\u00e4te-Duncker-Schule &#8211; Grundschule der Stadt Leipzig\u201c<\/strong> tragen. Damit wird an die Reformp\u00e4dagogin und engagierte K\u00e4mpferin f\u00fcr Bildungsgerechtigkeit K\u00e4te (Paula Kathinka) Duncker (1871 \u2013 1953) erinnert, die auch als Lehrerin in Leipzig wirkte. Aus ihrer Sicht sollte jedes Kind die gleichen Chancen bekommen, unabh\u00e4ngig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status. Eine Idee, die die Schulgemeinschaft der 46. Schule teilt.<\/p>\n<p>Die Schule am Barnet-Licht-Platz in Reudnitz-Thonberg ging erst im Schuljahr 2020\/21 in Betrieb. Der Schulname soll nun in <strong>\u201eBarnet-Licht-Schule \u2013 Oberschule der Stadt Leipzig\u201c <\/strong>ge\u00e4ndert werden. Der Dirigent und Musikp\u00e4dagoge Barnet Licht (1874 \u2013 1951) wohnte nur wenige Meter vom heutigen Schulstandort entfernt. Er setzte sich daf\u00fcr ein, dass Musik und Bildung f\u00fcr alle Menschen zug\u00e4nglich sind, nicht nur f\u00fcr eine kleine Elite. Sein Wirken pr\u00e4gt schon jetzt den Schulalltag \u2013 etwa in der Kooperation mit der Musikschule oder der j\u00fcdischen Gemeinde anhand der \u201eNotenspur\u201c. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler tragen die Idee weiter, dass Musik einen Beitrag leisten kann zu Toleranz und gegenseitigem Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>An der Schule Hainbuchenstra\u00dfe in Paunsdorf lernen seit dem Schuljahr 20224\/25 rund 211 Kinder und Jugendliche. Mit der Wahl des neuen Namens <strong>\u201eAlwine-Winter-Schule \u2013 Oberschule der Stadt Leipzig\u201c<\/strong> soll die Leistung von Frauen in Geschichte und Bildung gew\u00fcrdigt werden. Alwine Winter (1835 \u2013 1892) war eine engagierte Bildungs- und Frauenrechtlerin. Sie geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcnderinnen des Leipziger Frauenbildungsvereins sowie des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Die Paunsdorfer Oberschule setzt unter anderem auf ein integratives und individuelles Lernkonzept, das die Sch\u00fclerinnen darin f\u00f6rdert, soziale Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Das Gymnasium am Campus der Quartiersschule Ihmelsstra\u00dfe m\u00f6chte k\u00fcnftig den Namen <strong>\u201eHope-Adams-Schule \u2013 Gymnasium der Quartiersschulen der Stadt Leipzig\u201c<\/strong> tragen. Hope Bridges Adams Lehmann (1855 \u2013 1916) war eine der ersten approbierten \u00c4rztinnen Deutschlands und lebte in Leipzig. Auch sie machte sich f\u00fcr Bildung, Gleichberechtigung und Teilhabe stark und steht so exemplarisch f\u00fcr zentrale Werte, die jetzt das Selbstverst\u00e4ndnis des Gymnasiums pr\u00e4gen. Durch den regionalen Bezug macht sie lokale Geschichte sichtbar.<\/p>\n<p>Leipziger Schulen sind mit Beschluss des Stadtrates beauftragt, sofern nicht vorhanden, einen Namen zu finden, der sich in der p\u00e4dagogischen Arbeit der Schule wiederfindet und identit\u00e4tsstiftend ist. Die aktuelle Verwaltungsvorlage mit den f\u00fcnf Namens\u00e4nderungen hat jetzt die Dienstberatung des Oberb\u00fcrgermeisters passiert und wird voraussichtlich in der Ratsversammlung im Mai behandelt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab Schuljahr 2026\/27: F\u00fcnf Leipziger Schulen sollen neue Namen erhalten Drei engagierte Leipzigerinnen, ein Musikp\u00e4dagoge und der Agra-Park sollen Namenspaten f\u00fcr f\u00fcnf Leipziger Schulen werden: Zum kommenden Schuljahr streben die Standorte jeweils eine Umbenennung an, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Eltern und Schultr\u00e4ger haben sich in den vergangenen Monaten umfassend in die Namensfindung eingebracht. 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