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Dresden - Christoph Wenzel gewinnt den 13. Dresdner Lyrikpreis

Portrait Christoph Wenzel Portrait Christoph Wenzel Bild: © WDR/Ben Knabe

Ondøej Krystyník wird mit dem Publikumspreis ausgezeichnet

In diesem Jahr war auch beim Dresdner Lyrikpreis vieles anders. Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen wurde der Preis zur Förderung des gegenwärtigen poetischen Schaffens ins Digitale verlegt. Das funktionierte gut, so dass deutlich mehr Menschen über das Internet die Beiträge der Finalisten erleben konnten.

Hauptpreisträger und Publikumspreisträger wurden am 8. November bei einer digitalen Veranstaltung im Beisein der Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch verkündet. Gewinner des Lyrikpreises ist der 41-jährige, in Hamm geborenen Lyriker, Schriftsteller, Herausgeber, Redakteur und wissenschaftliche Mitarbeiter Christoph Wenzel. Er ist Mitbegründer und -betreiber des [sic] – Literaturverlags und publiziert das Literaturmagazin [sic]. Bisher hat er vier Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt lidschluss. Seine Werke wurden zudem in Anthologien, Zeitschriften und im Rundfunk veröffentlicht. Außerdem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

„Christoph Wenzel betreibt eine klangstarke Provinz- und Heimatkunde, in Hörde ist er unterwegs, und an der Emscher, er kommt durch Dörfer, die nach ihrer 800-jahrfeier ´nur noch ehrenamtlich hier´ sind, und so kommen wir mit ihm – in einem ironischen Ton, in dem zugleich Wehmut wie Distanz anschlägt – durch Hinterland und Industriebrache“, bekundet Jurymitglied Anja Uthler in Ihrer Laudatio.

Den in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobten Publikumspreis erhielt der 1993 in Marienbad geborene Schriftsteller und Lyriker Ondøej Krystyník. Seine Gedichte wurden in den tschechischen Literaturzeitschriften Host, Tvar, Souvislosti, Partonyma, Weles und Prostor veröffentlicht. 2017 trat er beim tschechischen Sprach- und Literaturfestival Šrámkova Sobotka auf. Lyrikfans konnten vom 3. bis 7. November per Mausklick ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben und erstmals mitentscheiden. Der mit 500 Euro dotierte Preis wurde von der Euroregion Elbe/Labe gestiftet.