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Erfurt - Kultursommer beginnt

Das kulturelle Leben kehrt zurück. Nach kulturarmen Monaten startet die Erfurter Kulturszene im Sommer richtig durch – auch dank des Programms #erfurtkultursommer von Stadt und Sparkasse Mittelthüringen.
Stadt und Sparkasse stiften 350.000 Euro

Mit 350.000 Euro werden insgesamt 27 Veranstaltungsformate unterstützt: Open-Air-Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Performances, Ausstellungen, Filmabende und viele weitere Formate. Besonders lokale und regionale Kunst- und Kulturschaffende werden zu erleben sein, die durch das Hilfsprogramm unterstützt werden sollen. „Für die Kultur waren die vergangenen Monate katastrophal. Zwar ist die Haushaltslage derzeit auch wegen Corona verheerend. Doch wir waren uns immer einig, dass wir nicht an der Kultur sparen werden“, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Zurzeit erreichen immer noch Anträge von Kulturschaffenden die städtische Kulturdirektion, um bei dem Programm dabei zu sein. „Das Veranstaltungsblatt wächst von Stunde zu Stunde“, sagte Theresa Kroemer, die zuständige Mitarbeiterin. Aktuell sind es über 100 Veranstaltungen von Juli bis Oktober.

Dem kommunalen Hilfsprogramm ging eine Bewerbung bei der Kulturstiftung des Bundes voraus, die im März das Förderprogramm „Kultursommer 2021“ auslobten, bei der sich auch die Stadt Erfurt mit umfangreichen kulturellen Vorhaben fristgerecht bewarb. In enger Abstimmung mit der freien Szene der Stadt entstand ein vielfältiges Kulturprogramm. Leider wurde der Antrag abgelehnt.

Da der Zuspruch der Kulturszene für das Programm jedoch so groß war und damit der Bedarf nach Unterstützung besonders deutlich wurde, entschied sich das Dezernat Kultur gemeinsam mit dem Dezernat Finanzen, den Erfurter Kultursommer kommunal zu stemmen. Möglich war dies durch die Umleitung von Mitteln pandemiebedingt ausgefallender Veranstaltungen wie etwa dem Krämerbrückenfest. Als wichtiger Partner konnte außerdem die Sparkasse Mittelthüringen gewonnen werden, die als jahrelanger Unterstützer der Kultur bekannt ist. „Wir brauchen als Menschen dieser Stadt Zuversicht und damit auch kulturelle Angebote“, begründete Hans-Georg Dorst, der neue Vorstandsvorsitzende, das Engagement seines Geldinstituts.

Von Juli bis in den Oktober wird die vielfältige Erfurter Kulturszene die ganze Stadt beleben. So setzt beispielweise das Kinder- und Jugendtheater „Schotte“ Walkacts und Minutentheater auf den Spielplan, die Predigerwiese wird durch zahlreiche Kulturschaffende zur freien Kunst- und Kulturwiese „Wies-à-vis“, die Schauspielerin Julia Maronde und der Musiker Kowsky mischen kulturell Gartenanlagen auf und in der Straßenbahn-Endhaltestelle am Wiesenhügel präsentiert das Quartiersmanagement Südost „Kultur am Fenster“. Unterwegs trifft man das „Picknick Kultur Mobil“ der Kreativtankstelle, im Südosten und Norden der Stadt versüßen Hebebühnen-Konzerte des nochson e.V. den Kaffeeklatsch auf dem eigenen Balkon. Am Roten Berg lädt das Jesus-Projekt zum Wrestling-Turnier und zu klassischer Musik des Kammermusikvereins. In der Sportlerklause Bischleben kann man jeden Sonntag ein Open-Air-Märchenstück des Galli Theater erleben. Die Sommerbühne der Herbstlese im Haus Dacheröden und auch das Pandemistische Gartentheater inklusive Skulpturengarten und fast täglichem Online-Stream „Kulturlaube“ in der Barfüßerruine sind schon mittendrin im Kultursommer.

Das genaue Veranstaltungsprogramm der verschiedenen Kulturakteure wird über die Social-Media-Kanäle der Kulturdirektion @erfurtkultur und über #erfurtkultursommer zu finden sein.