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Gera - Minikonzertformat ist momentan das Maximum

Am Freitagabend fand in der Musikschule „Heinrich Schütz“ die Zeugnisausgabe für die sechs Instrumentalschülerinnen der Oberstufe statt. Der kleine Kreis der Konzertbesucher durfte unter Beachtung der geltenden Schutzmaßnahmen im Friederici-Saal mit Abstand Platz nehmen. Paula Teichmüller, Schülerin von Astrid Steinhöfel, betrat als Letzte den Saal. Zielgerichtet setzte sie sich an den Konzertflügel und eröffnete das erste Konzert der Musikschule seit der Schulschließung am 17. März 2020 mit der „Toccata“ von Aram Chatschaturjan. Das impulsive Werk interpretierte sie mit der ihr eigenen Intensität und großer Dynamik. Nach diesem gelungenen Start und großem Applaus begrüßte Schulleiterin Karin Müller erfreut und gerührt alle Anwesenden.

 

Zwischen acht und siebzehn Jahren lernen die 18- und 19- jährigen Musikschülerinnen bereits an der Musikschule „Heinrich Schütz“. Viele Jahre davon sind sie als Repräsentanten der Einrichtung unterwegs – zu Konzerten, Veranstaltungen und Wettbewerben auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Der Wunsch, der Übergabe des hochwertigsten Prüfungsabschlusses der Musikschule einen würdigen konzertanten Rahmen zu geben, führte zur Organisation der Veranstaltung im Miniformat, das momentan das Maximum an Konzertmöglichkeit in der Musikschule darstellt. Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Eric Hildebrandt, würdigte das Engagement der Musikschülerinnen.

Pia Kneisel aus der Klasse von Astrid Steinhöfel stellte als nächste Absolventin ihr Können unter Beweis. Die Dramatik von Sergej Rachmaninoffs Nr.3 aus den Preludes op.2 beeindruckte alle Anwesenden in der beherzten Interpretation der jungen Solistin.

 

Das große Spektrum der kommunalen Musikschule lässt Raum für sehr unterschiedliche Entwicklungen musikalischer Begabungen. So begann Anna-Amalia Hopp ihre Ausbildung im Fach Schlagzeug, wechselte zur Blockflöte bei Lehrkraft Marion Franke und stellte in der besonderen Festveranstaltung am Freitag im Duo mit Akkordeonistin Lan Anh Mai gleich die gesamte Blockflötenfamilie von Sopranino bis Subbass im Werk „Infectious Recorders“ von Daniel Hellbach gekonnt vor.

Lan Anh Mai erlernt bei Karin Müller das Akkordeonspiel. Modern, konzertant und mit viel Energie sorgte sie mit dem „Anantango“ des zeitgenössischen Komponisten Gorka Hermosa für einen weiteren Akzent im so lange entbehrten Konzertgeschehen im Musikschulsaal. Auch an Katharina Kühne/Klavier, Schülerin von Antje Hofmann und Clara Teichmüller werden die Zeugnisse überreicht.

 

Nun steht noch ein Programmpunkt aus: Clara Teichmüller wird den Solopart des ersten Satzes aus dem Klavierkonzert a-Moll von Edvard Grieg interpretieren. Das ist an Musikschulen selten zu erleben. Das Konzert ist gespickt mit technischen und musikalischen Raffinessen. Unter Anleitung ihres Lehrers Heiner Steinhöfel, Dozent an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, konzentriert sich Clara seit Monaten auf das Studium dieses Werkes. Es sollte im Theater Gera und Altenburg gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester zu Aufführungen kommen. Doch die Corona-Krise zerstörte das Vorhaben. Schulleiterin Karin Müller erinnert sich an den ersten Tag nach sieben Wochen Schulschließung und Stille in der Musikschule: Clara und Paula (sie übernahm am Klavier den Orchesterpart) kamen zum Üben in die Musikschule und das Grieg Klavierkonzert hallte durch die Villa. Und diese Bewunderung verband an diesem Abend alle Anwesenden und gibt Ideen für das neue Schuljahr in der Musikschule „Heinrich Schütz“.

 

Quelle: Stadt Gera

 

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