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Gera - Stadt Gera erhält für hochkarätige Ausstellung „POLYPHON“ im kommenden Jahr erstmals Fördermittel von der Kulturstiftung des Bundes

Lawrence Abu Hamdan, The Freedom of Speech Itself, 2012 Lawrence Abu Hamdan, The Freedom of Speech Itself, 2012 Foto: Stadt Gera

Einmaliges Ausstellungsprojekt ab Juli 2021 in der Orangerie und dem Museum für Angewandte Kunst

 

Mit großer Freude erhielt das Geraer Kulturamt in diesen Tagen die Zusage der Bundeskulturstiftung zur Förderung des hochkarätigen Ausstellungsprojektes „Polyphon. Mehrstimmigkeit in Bild und Ton“, das im kommenden Jahr von Juli bis September gleichzeitig in zwei Geraer Museen stattfinden wird. Die Ausstellung wird vom 2. Juli bis 19. September 2021 in der Kunstsammlung Gera-Orangerie sowie parallel im Museum für Angewandte Kunst präsentiert. Anschließend wandert sie in das Musée d’art et d’histoire Paul Eluard nach Saint-Denis - ein Ergebnis der besonders intensiven Partnerarbeit mit Geras französischer Partnerstadt, dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris und der Universitäten Paris 8, Rennes und der Universität der Künste sowie der Bauhaus-Universität Weimar.

 

Das Ausstellungskonzept, das von der Pariser Kuratorin Dr. Anne Zeitz in Zusammenarbeit mit der Kulturamtsleiterin erarbeitet wurde, überzeugte die durch die Kulturstiftung des Bundes einberufene namhafte Jury. Die Kulturamtsleiterin Dr. Claudia Tittel ist stolz und glücklich zugleich, dass erstmalig ein museales Ausstellungsprojekt seitens der Bundeskulturstiftung gefördert und somit auf sichere Füße gestellt wird. „Eine solche Förderung zu erhalten, ist nicht nur wie ein bunter Blumenstrauß zum Geburtstag, sondern ist eine große Auszeichnung für unsere Museen. Nur die besten Projekte werden von der Kulturstiftung favorisiert“, so die Kulturamtsleiterin.

 

Bestärkt durch die positiven Signale der Förderung des Projektes, wie zum Beispiel durch die Kulturstiftung des Bundes, gehen nun die Kuratorin und Organisatoren der beteiligten Geraer Museen sowie das Kulturamt die große Herausforderung an, bis zur Ausstellungseröffnung im Juli 2021 unzählige Vorbereitungsarbeiten zu leisten. Die Arbeit erstreckt sich über viele internationale Grenzen hinweg. Sei es der Kontakt zu den Künstlern und Künstlerinnen aus neun Nationen verschiedener Kontinente oder die Zusammenarbeit mit Botschaften, Instituten und Universitäten. Am Ende wird ein Ausstellungsprojekt in Gera zu erleben sein, das in seiner Art einmalig ist und über die Thüringer Grenzen hinaus strahlen wird.

 

„Polyphon“ holt Werke internationaler Künstler*innen, u.a. aus Deutschland, Frankreich, Japan, Großbritannien, den USA und Südafrika erstmalig nach Gera. Aber auch Werke aus der Kunstsammlung Gera wie z.B. von Jorinde Voigt werden ausgestellt. Die Chemnitzer Kunstsammlungen werden zudem Werke von Carlfriedrich Claus ausleihen. Alle Arbeiten setzen sich mit dem Aufeinandertreffen multipler Stimmen und Klänge, in sowohl konvergenten als auch divergenten Zusammensetzungen auseinander. Aus unterschiedlichen Zeiträumen – von den 1970ern bis heute – und geographischen Kontexten befassen sich die Künstler*innen mit der Wirkung und Kraft von pluralen Klängen. Die Installationen, Videos, Performances und Zeichnungen behandeln sowohl wahrnehmungsbezogene Aspekte als auch die sozio-kulturelle und politische Dimension der Mehrstimmigkeit. Die Ausstellung versucht Spannungsfelder zwischen dem Multiplen und dem Organisiertem, dem Individuellen und dem Kollektiven, der Harmonie und der Dissonanz in Einklang zu bringen.

 

Neben der Bundeskulturstiftung haben auch die Thüringer Staatskanzlei und die Sparkassenfinanzgruppe bereits finanzielle Unterstützung zugesagt. Gespräche fanden außerdem mit der Bundeszentrale für politische Bildung und weiteren Partnerinstitutionen wie z.B. dem Institut Français oder dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris statt. Ein Förderantrag liegt außerdem noch der Kulturstiftung Thüringen vor, die im Dezember tagt.