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Leipzig - EU-Minister für Stadtentwicklung unterzeichnen Neue Leipzig Charta

Die EU-Minister für Stadtentwicklung und Raumordnung haben heute auf einem informellen Treffen im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die „Neue Leipzig Charta“ unterzeichnet. Sie formuliert ambitionierte Leitlinien für integrierte Stadtentwicklungspolitik europäischer Städte – und schreibt das im Jahr 2007 in Leipzig unterzeichnete Papier „Leipzig Charta für eine nachhaltige europäische Stadt“ unmittelbar fort.

Oberbürgermeister Burkhard Jung war zu dem Treffen digital zugeschaltet und begrüßt die Weiterentwicklung: „Als namengebende Stadt hat die ‚Leipzig Charta‘ von 2007, aber auch die ‚Neue Leipzig Charta‘ eine besondere Bedeutung für uns. Die Charta von 2007 diente nicht nur als Handlungsleitfaden für die Städte Europas, sondern verankerte die Prinzipien einer integrierten, kooperativen und nachhaltigen Stadtentwicklung auch auf europäischer und den nationalen Ebenen der Mitgliedsstaaten.“

Die Leipzig Charta wurde 2017 evaluiert und unter Federführung des Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat überarbeitet – in einem Dialog mit deutschen und europäischen Partnern. Auch die Stadt Leipzig brachte sich in den Prozess mit ihren Erfahrungen integrierter Stadtentwicklung ein. Als Kernprinzipien verantwortungsbewusster Entwicklung hin zu einer grünen, gerechten und produktiven Stadt nennt die „Neue Leipzig Charta“ etwa Gemeinwohlorientierung, integriertes Arbeiten und Handeln, Beteiligung verschiedener Interessensgruppen sowie ortsbezogene Lösungsansätze – also beispielsweise auf Quartiers- oder regionaler Ebene.

Viele der Kernthemen der „Neuen Leipzig Charta“ sind bereits in den strategischen Zielen der Stadt Leipzig als Handlungsauftrag enthalten – insbesondere über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Auch die Corona-Pandemie verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass sich städtisches Handeln am Gemeinwohl orientiert und dass krisensichere Stadtentwicklung auch bedeutet, eine gute Versorgung der Bevölkerung über hochwertige kommunale Infrastrukturen und Dienstleistungen sicherstellen zu können.

Oberbürgermeister Burkhard Jung sagt: „Die Prinzipien einer integrierten, verantwortungsbewussten Stadtentwicklung sind und bleiben die wesentliche Grundlage, um eine langfristige, positive Entwicklung zu befördern.“

Die das Treffen der EU-Minister flankierende digitale Fachkonferenz „Neue Leipzig Charta“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik wird am 2. Dezember aus dem Studio in der Kongresshalle am Zoo übertragen.

Weitere Informationen zur Leipzig Charta und ihrer Fortschreibung sowie ein Video zum Thema gibt es online unter www.leipzig.de/leipzig-charta.

 

 

Quelle: Stadt Leipzig

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