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Leipzig - Endspurt bei der Sanierung der Hauptfeuerwache

Die Modernisierung der Leipziger Hauptfeuerwache soll Anfang 2022 abgeschlossen sein. Die Arbeiten umfassen unter anderem die energetische Sanierung der Fassade, vergrößerte Toreinfahrten und eine verbesserte Funktionalität des gesamten denkmalgeschützten Gebäudes, um den aktuellen Bedürfnissen einer modernen Gefahrenabwehrbehörde gerecht zu werden. Der Vorplatz wird dabei nur bis zum künftigen Verlauf des Pleißemühlgrabens hergerichtet. Danach werden in einem zweiten Bauabschnitt bis zum Herbst 2023 die Nebengebäude und der Hof saniert.

Die Baukosten sind nach der ersten Änderung des Baubeschlusses im April 2020 mit rund 26,3 Millionen Euro veranschlagt. Das ist eine Erhöhung um rund 7,2 Millionen Euro gegenüber den ersten Berechnungen Ende 2017. Der Freistaat Sachsen fördert das Bauvorhaben mit rund 11,6 Millionen Euro.

Aktuell sind bis auf die Ausstattung, Baureinigung und Schließanlage für das Hauptgebäude alle Gewerke ausgeschrieben. Rohbau, Steildach, Dach- und Deckenkonstruktionen, Fassaden, Fenster und Tore sind bereits abgenommen. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren: der Trockenbau, Maler- und Fliesenlegerarbeiten sind im Gange, die Arbeiten am Rüttelboden für die Fahrzeughalle beginnt nächste Woche. Die Rohinstallation der Gebäudetechnik und die Lüftungszentrale im Dachgeschoss sind fertig. Die Freianlagenarbeiten auf dem Fleischerplatz haben begonnen.

In der sanierten Hauptfeuerwache sind nach Fertigstellung die Leitung der Branddirektion, die administrative und technische Einsatzleitung für besondere Einsatzlagen und Katastrophenfälle, Verwaltungseinheiten der Branddirektion und über 20 Einsatzkräfte pro Dienstschicht als Erst- und Ergänzungseinheit einschließlich der notwendigen Einsatzleitung und Rettungsdienst untergebracht. Der Vorplatz wird durch den Einsatzdienst und als Vorhaltefläche für den Katastrophenschutz und als Hubschrauberlandeplatz genutzt. Die Nebengebäude und der Hof dienen als Abstell- und Übungsflächen für Einsatzfahrzeuge, als Kran/- und Waschhalle, als Desinfektionswerkstatt und für Infektions-Rettungswagen.

Besondere Herausforderungen waren und sind die energetische Sanierung der Fassaden unter Berücksichtigung denkmalspflegerischer Gesichtspunkte (straßenseitig Dämmputz unter Kratzputz, hofseitig mineralische Innendämmung, da Klinkerfassade). Der Rohbau musste durch den Einbau einer stählernen Längsaussteifung, die zusätzlich brandschutztechnisch ertüchtigt werden musste, aufwendig statisch ertüchtigt werden. Die Holzbalkendecke der Fahrzeughalle musste brandschutztechnisch auf den heutigen F90-Standard gebracht werden.

Kurze Geschichte der Hauptfeuerwache

1881 Errichtung des ersten Gebäudeteils der Hauptfeuerwache (Südflügel)

1928 – 1930 Rekonstruktion, Ausbau und Erweiterung
Das zu diesem Zeitpunkt erhaltene Aussehen des Gebäudes hat bis heute Bestand. Die Fassadengestaltung nach der Sanierung entspricht dem Vorbild beim Bau, für die Vorderfassade wurden vorab umfangreiche Putzanalysen gemacht.