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Donnerstag, 25 Juni 2020 04:48

Zwickau – Zwickau eröffnet „Weg zur Industriekultur“

Zwickau  – Zwickau eröffnet „Weg zur Industriekultur“ Bild : Stadt Zwickau

18 Gebäude und Orte zeugen von reichhaltiger Geschichte der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt

 

In Zwickau gibt es seit heute einen „Weg zur Industriekultur“. Dieser verbindet die Innenstadt mit dem im nördlichen Stadtgebiet gelegenen Areal von August Horch Museum und Audi-Bau. Mit Tafeln und Stelen wurden insgesamt 18 Gebäude und Orte gekennzeichnet, die in engem Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Industriegeschichte der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt stehen. Ermöglicht wurde der Weg durch die Förderung des Kulturraums Vogtland-Zwickau.

 

Bewusst wurde nicht die Bezeichnung „Weg der Industriekultur“, sondern „Weg zur Industriekultur“ gewählt. Denn einerseits erlauben die ausgewählten Objekte, sich der reichhaltigen Industrietradition Zwickaus anzunähern, ohne jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit geben zu können. Andererseits handelt es sich um einen Pfad, der Besucher der viertgrößten Stadt Sachsens von der Innenstadt zu zwei besonderen Ausstellungen führt: zum August Horch Museum und zur Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“, die am 11. Juli ihre Pforten für alle Interessierten öffnet. Umgekehrt erhalten Besucher des Automobilmuseums oder der Landesausstellung einen Anreiz, Richtung Stadtzentrum zu laufen.

 

Zu den ausgewählten Objekten zählen Bauten, die für die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Zwickaus stehen. Zu diesen gehören beispielsweise die einst für einen der Erfinder der Benzinsicherheitslampe gebaute Villa im Stadtzentrum (Wolf’sche Villa, „Moccabar“), die Brauerei in der Nähe der Zwickauer Mulde, die ehemalige Ingenieurschule in der Nordvorstadt oder der heute noch genutzte Straßenbahnbetriebshof im Stadtteil Pölbitz. Erstaunlich ist, wie viele Objekte mit neuem Leben erfüllt werden konnten, wie etwa der Alte Gasometer, der vor 20 Jahren als soziokulturelles Zentrum eröffnet wurde, oder die ehemalige Knopffabrik, in der heute geklettert werden kann. Auf dem Weg sind auch Gebäude zu finden, die keine klassischen Industriebauten sind, aber eng mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Zwickaus zusammenhängen. Zu diesen gehören etwa das Johannisbad, das heutige Käthe-Kollwitz-Gymnasium oder die Kunstsammlungen.

 

Interessierten steht es selbstverständlich frei, den vergleichsweise langen Weg komplett zu laufen oder nur einzelne Abschnitte zu gehen bzw. bestimmte Standorte anzusteuern. Orientierung bietet ein Flyer, der eine Karte mit allen Standorten und kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Objekten enthält. Der Faltplan ist ab sofort u. a. in den Kultureinrichtungen oder der Tourist Information kostenfrei erhältlich. Informationen sind außerdem im Internet unter www.zwickau.de/industriekultur zu finden.

 

 

Stadtführungen der Tourist Information

 

Die Tourist Information Zwickau bietet für kleine und große Gruppen geführte Touren auf dem Weg zur Industriekultur an. Die sachkundigen Stadtführer begleiten Interessierte entlang der einzelnen Standorte von der Altstadt bis nach Pölbitz. Je nach Zeitbudget und Kondition stehen folgende Touren zur Auswahl:

 

· geführte Rundwanderung entlang aller 18 Standorte (Strecke: 7,5 km, Dauer: ca. 2,5 Std.)

· geführter Spaziergang zu ausgewählten Standorten (Strecke: ca. 3 km, Strecke: ca. 1,5 Std.)

· geführte Fahrrad-Tour entlang aller 18 Standorte (Strecke: 7,5 km, Dauer: ca. 2 Std.)

· geführte Segway®-Tour zu ausgewählten Standorten (Dauer: ca. 2,5 Std.)

· geführte Bus-Tour zu ausgewählten Standorten (Dauer: ca. 1,5 Std.)

 

Weitere Informationen zu diesen Touren und zu thematischen Führungen in Zwickau unter www.zwickautourist.de

 

Mit dem „Weg zur Industriekultur“ konnte dank der Förderung durch den Kulturraum Vogtland-Zwickau der dritte thematische Weg in der Stadt geschaffen werden: Im Schumann-Jahr 2010 wurde der Rundweg eingeweiht, mit dem an den wohl bekanntesten Zwickauer erinnert wird, den am 8. Juni 18010 am Hauptmarkt geborenen Robert Schumann. Im Jahr darauf konnte der Lutherrundweg eröffnet werden, mit dem an die Bedeutung Zwickaus als Reformationsstadt erinnert wird.

 

 

Broschüre Industriekultur in Zwickau

 

Pünktlich vor der Eröffnung der Landesausstellung ist außerdem die aktualisierte Broschüre „Industriekultur in Zwickau“ erschienen. Das 20-seitige Heft wurde bereits 2019 erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion unter anderem auf Messen ausgelegt, wie der ITB 2019 in Berlin. Das nun überabeitete Heft ist in der Tourist Information oder dem Rathaus erhältlich und steht unter www.zwickau.de/industriekultur zum Download zur Verfügung.

 

Quelle: Stadtverwaltung Zwickau

 

 

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