Reihe „Architektur im Film“ zeigt verborgene Seite Venedigs

Konflikte zwischen Brüdern liefern schon seit Kain und Abel den Stoff für tragische Geschichten, erzählen universell von Entfremdung, Rivalität und Eifersucht. Am Dienstag, 24. Februar, führt so ein Streit zwischen den Brüdern Pietro und Alvise die Reihe „Architektur im Film“ nach Venedig. Ihr Konflikt ist – vom Universellen abgesehen – zugleich Spiegel dieser Zeit: Venedig entwickelt sich mehr und mehr zur touristischen Kulisse. Alvise möchte davon profitieren, sein Elternhaus an Touristen vermieten. In dem Haus jedoch wohnt sein Bruder, der Krabbenfischer in den Lagunen Venedigs ist. Und Pietro will um dieses Haus und seine Zukunft kämpfen…

Der Film „Welcome Venice“ des italienischen Regisseurs Andrea Segre aus dem Jahr 2022 zeigt die familiäre Seite Venedigs. Und er erzählt vom Wohnraummangel, von Verdrängung und dem Verlust angestammter Nachbarschaften durch den Tourismus.

Die Veranstaltung im Stadtbüro (Burgplatz 1) beginnt um 18 Uhr. Nach einer kurzen Begrüßung durch Nora Gitter, Koordinatorin für Baukultur, gibt es einen Vortrag von Markus Wiese vom Büro ora. Er greift das Thema Wohnen auf und stellt drei innovative Leipziger Wohnbauten seines Büros vor – Haus im Fluss (Breitschuhstraße), be54 (Berliner Straße) und Haus an der Spinnerei (Thüringer Straße). Gegen 19 Uhr beginnt dann die Vorführung von „Welcome Venice“.

„Architektur im Film“ ist eine gemeinsame Reihe des Zentrums für Baukultur Sachsen (ZfBK) und der Stadt Leipzig. Gezeigt werden einmal im Monat Kino- und Fernsehproduktionen, die das Thema Architektur auf herausragende Weise aufbereiten oder darstellen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist jeweils frei.

Nächster Termin der Reihe ist am Dienstag, 24. März, 18 Uhr, im Kammerbüro der Architektenkammer Sachsen (Dorotheenplatz 3) mit dem Film „Beyond Eternity – Architecture Facing the Impermanence“ von Arian Lehner.

Weitere Informationen sowie das Programm gibt es online unter www.leipzig.de/netzwerk-baukultur