Internationaler Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz an Juri Andruchowytsch

Festliche Preisverleihung und Auftakt der 35. Tage der jüdischen Kultur Chemnitz am 18. April, 18 Uhr – Aftershowparty ab 20 Uhr, dieFabrik Chemnitz

Am Samstag, dem 18. April, 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) wird der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz an Juri Andruchowytsch verliehen. Die Preisverleihung findet in der Eventlocation dieFabrik Chemnitz, Zwickauer Straße 145, statt und bildet zugleich den feierlichen Auftakt der diesjährigen Tage der jüdischen Kultur Chemnitz.

Die Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz und die Eröffnung der 35. Tage der jüdischen Kultur Chemnitz werden in diesem Jahr in einer gemeinsamen Veranstaltung begangen. Die Verbindung beider Anlässe knüpft bewusst an die Biografie des in Chemnitz geborenen Schriftstellers Stefan Heym an, dessen jüdische Herkunft und Lebenserfahrungen sein literarisches und politisches Engagement maßgeblich geprägt haben.

Ab 18 Uhr verleiht Oberbürgermeister Sven Schulze den Internationalen Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz an Juri Andruchowytsch. Der ukrainische Schriftsteller, Essayist und Übersetzer erhält den mit 20.000 Euro dotierten Literaturpreis. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Chemnitz eine der bedeutendsten literarischen Stimmen der Ukraine.

Die Laudatio hält Katharina Raabe, Lektorin für osteuropäische Literaturen im Suhrkamp Verlag. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom ukrainischen Musiker, Dichter und Komponisten Taras Tschubaj.

Im Anschluss an die Preisverleihung – ab etwa 20 Uhr – sind die Gäste zu einer Aftershowparty und damit gleichzeitig zur Eröffnungsparty der 35. Tage der jüdischen Kultur eingeladen.

Den Beginn der Aftershow- bzw. Eröffnungsparty gestaltet die Luftakrobatin Tanya Borysenko, die Eleganz und akrobatische Bewegung zu einer eindrucksvollen Bühnenshow verbindet.
Für die anschließende musikalische Gestaltung des Abends sorgt der ukrainische Musiker, Autor und DJ Yuriy Gurzhy. Mit seiner Plattensammlung nimmt er das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die internationale Klezmerszene und darüber hinaus. Der in Charkiw geborene Künstler lebt seit vielen Jahren in Berlin und ist durch zahlreiche Musik- und Kulturprojekte bekannt. Von 1999 bis 2014 veranstaltete er zusammen mit Wladimir Kaminer die legendäre Partyreihe „Russendisko“ in der Hauptstadt.

Eine Anmeldung zur Preisverleihung ist über das Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Chemnitz unter www.chemnitz.de/heymtickets erforderlich. Der Besuch der Aftershow- bzw. Eröffnungsparty ist ohne Anmeldung möglich. Der Eintritt ist am gesamten Abend kostenfrei.

Preisträgerlesung am Sonntag, den 19. April, 15 Uhr
Am Sonntag, dem 19. April, 15 Uhr wird Juri Andruchowytsch aus seinem Werk lesen. Moderiert wird die Lesung von Prof. Bernadette Malinowski, Inhaberin der Professur für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz. Die Lesung findet in der Hartmannfabrik, Fabrikstraße 11 – in Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH – statt.

Das Rahmenprogramm rund um die Verleihung des Literaturpreises gestaltet die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft:
www.chemnitz.de/begleitprogramm_heympreis

Tage der Jüdischen Kultur Chemnitz 2026
Vom 18. bis 26. April finden die 35. Tage der jüdischen Kultur Chemnitz statt. Sie stehen im Zeichen von „Tacheles und Schmonzes“, frei übersetzt: Klartext und Geschwätz.
Programmgeschäftsführer Chris Münster: „Unsere Gegenwart leidet unter beidem auf verquere Weise: Viel vermeintlicher Klartext, zu wenig Sinn für Humor. Wir hoffen sehr darauf mit dem diesjährigen Programm dem etwas Abhilfe zu schaffen.“

Der Freistaat Sachsen begeht 2026 das Themenjahr „Tacheles – Jüdisch. Sächsisch. Mentshlich.“ 100 Jahre nach Gründung des ersten Landesverbands jüdischer Gemeinden. Anliegen ist es, jüdisches Leben in seiner historischen Tiefe, kulturellen Vielfalt und heutigen Relevanz sichtbar zu machen.
Das diesjährige Programm der Tage der Jüdischen Kultur Chemnitz bewegt sich durch verschiedene Bereiche der Gegenwart.
Am Sonntag, dem 19. April, ab 14 Uhr sind Familien und Interessierte z. B. zu einem Familientag im Garagencampus eingeladen, um sich dort spielerisch und kreativ mit jüdischer Geschichte und Traditionen auseinanderzusetzen und selbst aktiv zu werden.

Das komplette Programm unter: www.tdjk.de

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