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Mittwoch, 29 April 2020 05:08

ZOO der Minis / Aue - Neuer „Bewohner“ im Auer Tiergarten

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ZOO der Minis / Aue - Neuer „Bewohner“ im Auer Tiergarten Foto: Christian Schroller

Am 28.04. hat ihn Tiergartenleiter Christian Schroller ausgepackt, einen 200 kg schweren Elefanten aus GFK

Am 28.04. hat ihn Tiergartenleiter Christian Schroller ausgepackt, einen 200 kg schweren Elefanten aus GFK (einem glasverstärktem Kunststoff), der eigentlich zum Festumzug zum nun verschobenen „Tag der Sachsen“ im Jahr 2020 und zur 850 Jahrfeier im Jahr 2023 eine Überraschung und ein Hingucker werden sollte. Der Elefant spielt nämlich für Aue eine nicht unwesentliche Rolle.

 

Die ehemalige Besteckfabrik Wellner (später ABS – Auer Bestecke und Silberwaren), deren Ursprung bis ins Jahr 1832 zurückreicht, nutzte ihn nämlich zur Warenkennzeichnung. Außer dem Elefanten als Symbol für Kraft gab es noch die Würfel (für Glück) und 3 Zwerge (für Fleiß). An der Fassade der ehemaligen Wellnergebäude befanden sich Stuckarbeiten der Firmensymbole als Fassadenschmuck, die bei der Restaurierung vorsichtig abgenommen und anschließend wieder aufgebracht wurden, um sie der Nachwelt zu erhalten. Mit dem lebensgroßen Elefanten sollte das Bild der Darstellung der Industrialisierung von Aue angeführt werden.

 

Aue erlebte nämlich um 1900 einen nahezu beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung. Bekannte Namen, wie Ernst A. Geitner, den Erfinder des Argentan, Clemens Winkler, der das Germanium entdeckte oder Firmen, wie eben die Besteckfabrik August Wellner sind heute noch ein Begriff . Nirgendwo gab es so viele Firmengründungen unterschiedlichster Art und einen solch gewaltigen Zuwachs an Arbeitsplätzen und an Bevölkerung. Zwischen 1850 und 1913 stieg die Einwohnerzahl von Aue von 4000 auf 20.000.

 

 

Mit dem Festumzug zum Tag der Sachsen wird nun vorerst nichts und so findet das Tier, welches nun einmal bestellt und gefertigt worden war nun vorerst Asyl im Auer Tiergarten. Hierher sollte der Elefant nach dem „Tag der Sachsen sowieso umziehen, um hier die Besucher zu erstaunen und einen schönen Kontrast zu den Minitieren zu schaffen. Im Auer Tiergarten „zoo der minis“ gibt es sozusagen sogar einen lebenden „Mini-Elefanten“, oder zumindest einen nahen Verwandten. Kurzohrrüsselspringer die eigentlich Spitzmäusen ein wenig ähnlich sehen, wurden lange zur Ordnung der Insektenfresser gezählt. Wie jedoch ein genetischer Test bewiesen hat, zählen diese Tiere zur gleichen Säugetiergruppe, zu der auch die Elefanten gehören.

 

Nach der fertigen Restaurierung und eventuellen Nutzung der ehemaligen Wellner-Gebäude, könnte der Elefant auch einen Platz im dortigen Foyer finden.

 

Foto: Christian Schroller

 

 

 

 

Gelesen 322 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 29 April 2020 05:12

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